Baufinanzierung

Die Baufinanzierung

Unter dem Begriff der Baufinanzierung werden verschiedene Darlehen zusammengefasst, die für die Finanzierung eines Hauses oder von Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten eingesetzt werden. Um zu prüfen, wofür die Darlehenssummen verwendet wurden, müssen Darlehensnehmer in der Regel einen Verwendungsnachweis einreichen. Alternativ kann bei Neubauten auch der Bautenstandsbericht des Architekten angefordert werden. Kennzeichnen der Baufinanzierung ist dabei unter anderem die Langfristigkeit der Finanzierung, wobei die Laufzeit bis zu 30 Jahre betragen kann. Ein weiteres Kennzeichen ist die Absicherung der Kredite durch Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch des zu finanzierenden Objektes.

Die Darlehensarten der Baufinanzierung

Die häufigste Darlehensart für die Baufinanzierung ist das Annuitätendarlehen. Bei diesem Darlehen wird eine Zinsbindungszeit vereinbart, während der die vereinbarten Zinsen sowie die Monatsraten konstant bleiben. Diese Darlehen können sowohl bei der Bank vor Ort sowie online abgeschlossen werden, ein Baufinanzierungs-Vergleich zeigt die hierbei besten Anbieter.

Neben den klassischen Annuitätendarlehen werden aber auch Bauspardarlehen gern in eine Baufinanzierung eingebunden. Kreditnehmer, die bisher noch keinen Bausparvertrag abgeschlossen haben, können das günstige und flexible Bauspardarlehen auch mit einem Vorausdarlehen nutzen.

Seit 2008 besteht zudem die Möglichkeit, die Baufinanzierung staatlich gefördert abzuschließen. Hierfür stehen spezielle Riester-geförderte Bausparverträge sowie Annuitätendarlehen zur Verfügung.

Die Kosten der Baufinanzierung

Beim Abschluss einer Baufinanzierung müssen Darlehensnehmer mit verschiedenen Kosten rechnen. Dies sind zum einen die Zinskosten, die sich von Bank zu Bank stark unterscheiden können. Die Zinsen sind dabei vor allem abhängig vom allgemeinen Zinsniveau, aber auch von der Bonität des Kreditnehmers sowie der Werthaltigkeit der Sicherheit. Ein definitives Angebot kann seitens der Bank daher erst nach Einreichung aller notwendigen Kreditunterlagen erstellt werden.

Zu den weiteren Kosten gehören Bearbeitungs- und Wertermittlungsgebühren, die zwischen 0,5-1% der Darlehenssumme betragen können. Die Wertermittlungsgebühr wird dabei für die erforderliche Ermittlung des Verkehrswertes des als Sicherheit dienenden Objekts berechnet. Lediglich einige Direktanbieter verzichten mittlerweile auf diese Gebühren.

Letztlich sollten noch eventuell anfallende Darlehenskontogebühren sowie die Gebühren für die Eintragung der Grundschuld beachtet werden.